Wie öffnet man 70 % einer tragenden Stahlbetonwand über OP-Sälen – ohne temporäre Abstützung? Mit Präzision, innovativer Technik und maßgeschneiderten Lösungen. Erfahren Sie, wie wir diese Herausforderung meisterten!
Im E-Stift Darmstadt standen wir vor einer statisch anspruchsvollen Herausforderung: Für den Austausch eines Klimageräts musste die hochbewehrte, tragende Außenwand der Klimazentrale aus 30 cm Stahlbeton zu 70 % geöffnet werden. Aufgrund der direkt darunterliegenden OP-Säle war eine temporäre Abstützung nicht möglich – statische Sicherheit war oberste Priorität.
Unsere Lösung: Der Einbau eines speziell vorgefertigten Stahl-Gitterträgers, der beidseitig deckungsgleich an der Außenwand montiert wurde. Die statischen Vorgaben verlangten höchste Präzision bei der Montage: Die Bohrungen für die Verschraubungen mussten exakt ausgerichtet sein, wobei die Bohrdurchmesser nur minimal größer als die Schraubendurchmesser ausfallen durften, um innerhalb der Normen des verwendeten Hilti-HIT RE 500 Verpresssystems zu bleiben.
Zusätzliche Herausforderung: die exakte Platzierung der Schraubverbindungen in der hochbewehrten Stahlbetonwand. Mithilfe spezieller Füllscheiben konnte die notwendige Stabilität beim Verpressen der Schrauben gewährleistet werden. Nachdem der Gitterträger sicher montiert und die statischen Anforderungen erfüllt waren, wurden die Gefache präzise und ohne Beschädigung der Stahlkonstruktion herausgesägt. Dies schuf die erforderliche Öffnung für das neue, größere Klimagerät.
Besonders stolz sind wir darauf, dass in der Ausschreibungsphase kein zweites Unternehmen bereit war, diese komplexe Aufgabe zu übernehmen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir dieses anspruchsvolle Projekt zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten erfolgreich und statisch sicher abschließen konnten.
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